Datenschutzrechtliche Risiken beim unternehmensbezogenen Einsatz von WhatsApp

Der Einsatz von WhatsApp in Unternehmen nimmt stetig zu. Natürlich birgt die unternehmensbezogene Verwendung des Messenger-Dienstes auch datenschutzrechtliche Risiken. Denn letztendlich läuft mit dem Einsatz des Messengers jeglicher Datentransfer über das kalifornische Unternehmen Whatsapp Inc. und damit über einen Drittanbieter.

Nun hat das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA) erneut Kritik an der Verwendung von WhatsApp in Unternehmen ausgeübt und auf die damit verbundenen datenschutzrechtlichen Risiken hingewiesen.

  1. Telefonnummern: Wird WhatsApp auf Diensttelefonen verwendet, so werden alle Telefonnummern im Telefonbuch des Handys (dh. auch geschäftliche Kontakte) an die Server von WhatsApp in den USA übertragen.
  2. Nachrichten: Sämtliche, nicht unverzüglich zugestellte Nachrichten, werden auf den Servern bis zu 30 Tage gespeichert.
  3. Account-Informationen: WhatsApp räumt sich in seinen Nutzungsbedingungen das Recht ein, sämtliche Account-Informationen wie z.B. der Profilname, das Profilbild etc. für Werbezwecke zu nutzen.
  4. Statusanzeige: Durch die Statusanzeige kann stets nachvollzogen werden, wann der jeweilige Mitarbeiter zuletzt online war. Dies ermöglicht eine Leistungs- und Verhaltenskontrolle.

Das BayLDA rät aus diesen Gründen von der Nutzung von WhatsApp innerhalb von Unternehmen ab. Entsprechende Regelungen ließen sich durch Betriebsvereinbarungen zur Nutzung von Internet und E-Mail aufstellen oder in diese integrieren. Des Weiteren könnten auch Idividualabreden mit einzelnen Mitarbeitern getroffen werden.

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